Vergaser hat gebrannt!?

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ArthurW.
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Vergaser hat gebrannt!?

#1 Beitrag von ArthurW. » Do Mai 30, 2024 10:42

Hey Leute,

ich wollte euch mal von meinem aktuellen Vergaser-Problem berichten, vielleicht hat ja jemand einen guten Rat für mich.

- Zusammenfassung -
  • Bei meiner habe ich Probleme mit dem Vergaser:
    Sie startet nur ohne Choke, dreht hoch auf 3000 Umdrehungen, geht beim Ziehen der Kupplung aus, läuft nur auf drei Zylindern, hat ein Loch im Luftfilterkasten und verschmorte Gasschieber, und ich vermute, dass sie absäuft und der Vergaser nicht richtig synchronisiert ist.

Aber, ich fange mal ganz von vorne an:
  • Bei meiner ersten Ausfahrt mit meiner frisch getüvten GSX1100G (Baujahr 1992) ging es rund 50 Kilometer ohne größere Probleme.
    Morgens habe ich den Hobel angeschmissen, erst mit Choke versucht – wollte aber gar nicht anspringen.
    Ohne Choke ist sie dann doch angesprungen, hat aber gleich hochgedreht auf etwa 3000 Umdrehungen (E-Choke, hat sie doch gar nicht? [smilie=action-smiley-015.gif]).
    Als sie dann wärmer wurde, (nach ca. 5 Minuten) ging die Drehzahl runter auf Standgas, irgendwo zwischen 1000 und 1500. Soweit so gut.
    Während der ersten 50 Kilometer lief alles fast problemlos.
    Doch gegen Ende der Fahrt fing sie an, beim Ziehen der Kupplung einfach auszugehen, das Standgas hatte sie nicht gehalten.
    Kurioserweise konnte ich das über den Choke regeln [smilie=confused-smiley-013.gif] , indem ich ihn ein bisschen aufgemacht habe, sodass sie auf etwa 1500 Umdrehungen blieb.
  • Die zweite Ausfahrt am nächsten Tag, die etwa 150 Kilometer lang war, lief hingegen völlig problemlos.
    Morgens sprang sie wieder ohne Choke an, drehte erst hoch auf 3000 Umdrehungen und ging dann warm wieder runter auf ca. 1200.
    Nach etwa 20 Kilometern habe ich nachgetankt – aber nicht voll, nur etwa 10 Liter (Ultimate 102), hätte zu dem Zeitpunkt nicht gedacht, dass da noch ca. 5 Liter hineingehen, obwohl der Sprit schon am Tankdeckel war [smilie=action-smiley-015.gif].
    Weiter ging’s ohne Probleme, Standgas lief auch ohne Probleme und ohne Choke, bis sie kurz vor zu Hause an der Einfahrt wieder ausging.
    Ich dachte erst, sie sei einfach auf Reserve gegangen und deshalb ausgegangen (hab nicht an die Reservestellung am Hahn gedacht [smilie=action-smiley-015.gif]).
    Die Tankanzeige funktionierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht (Kabelbruch), jetzt zeigt sie wieder.
  • Am nächsten Tag sprang sie nicht mehr an. Ich stellte fest, dass sie sich komischerweise starten ließ, wenn der Benzinhahn auf "Aus" stand. Sobald ich den Benzinhahn auf "On" drehte, ging sie wieder aus. Nach einigem Herumprobieren und Tank leerlaufen lassen (es waren nur noch ca. 4,5 Liter im Tank, also wirklich Reserve), stellte ich fest, dass der Reserveschlauch vom Tank zum Benzinhahn verknickt war. Den habe ich dann gekürzt, damit kein Knick mehr da ist. (Bin hier schon über den Formteilebeitrag gefallen.)

Hahn und Pumpe habe ich kontrolliert, Pumpe fördert und schaltet auch bei Gegendruck ab. Alles scheint zu funktionieren.
Doch als ich sie wieder zusammenbaute und startete, dauerte es eine ganze Weile, bis sie ansprang.
Dann merkte ich, dass sie nur auf drei Zylindern lief – der Übeltäter war der Übergang zwischen Zündkerzenstecker und Kabel (Zylinder 1).
Den Kontakt habe ich wieder hergestellt, sodass sie auf allen vier Zylindern lief.
In dem Zuge habe ich gleich die Zündkerzen kontrolliert und stellte fest, dass drei nass (1+2+4 inkl. Durchgang zu Masse) und eine rehbraun(3) war.
Die habe ich dann alle ausgetauscht, aber es schien nicht der einzige Fehler zu sein.

Dennoch hatte ich weiterhin das Problem, dass sie nur auf "Benzinhahn - Aus" anspringt. sobalt ich dann auf "On" stehle, gibt es Fehlzündungen und sie geht wieder aus.
Ich glaube, dass sie absäuft. Ich vermute, dass irgendwas mit der Schwimmerkammer nicht stimmt. Vielleicht schließt sie nicht, richtig?

Als ich den Tank wieder heruntergenommen hatte, stellte ich auch noch fest, dass sie wohl zu "heiß" lief, sodass in dem Luftfilterkasten oben (in der Flucht von Zylinder 3) ein fettes Loch rein gebrannt wurde (war vorher nicht).
Die Gasschieber in den Vergasern sind verschmort und hingen fest.
Zylinder 1 und 4 sind betroffen, 2 und 3 habe ich bisher noch nicht hinausbekommen (kriege ich erst gar nicht raus bzw. noch nicht), sind aber auch garantiert verschmort.


Jetzt frage ich mich:
  • 01. Kann es sein, dass der Vergaser nicht richtig synchronisiert ist und deshalb zu heiß lief? (Wurde angeblich vom Vorbesitzer gereinigt [smilie=confused-smiley-013.gif])
  • 02. Wenn die Gasschieber nicht voll öffnen können, kommt ja mehr Benzin rein, beim Gasgeben, wodurch das Luft/Gas-Gemisch ja nicht passt und sie in diesem Moment zu fett läuft und deshalb absäuft?
  • 03. Dadurch, dass alles mit Benzin geflutet ist und dann irgendwann die Zündung kam, hat der ganze Sprit gebrannt – inkl. Vergaser und Luftfilterkasten?
  • 04. Was ist das für eine Feder? Siehe Bilder unten. (oder nicht, wie kriege ich hier Bilder rein? [smilie=action-smiley-015.gif])

Die Sachen muss ich noch kontrollieren:
  • 05. Schließen die Schwimmer richtig? Kann ich das im eingebauten Zustand kontrollieren? Benzinpumpe auf Dauerplus eventuell?
  • 06. Kompression vorhanden?
  • 07. Schließen die Ventile?
  • 08. Wie viele Umdrehungen muss die CO-Schraube ca. herausgedreht werden, erstmal ohne CO-Messung?
  • 09. Kann ich die Gasschieber, wenn ich sie raus habe, einfach glatt dremeln?
    Hab schon nachgeschaut, ist wohl schwierig, welche zu bekommen, bzw. habe ich welche gefunden für ca. 65 € das Stück. Da nehme ich lieber einen Bandit-Vergaser von Meikel. :pfeif:


Wäre super, wenn jemand einen Tipp hat!

Danke und viele Grüße,
Arthur




???
Wenn ich

Code: Alles auswählen

[list=1][/list]
und so weiter

Code: Alles auswählen

[list=2][list=3]
schreibe, zeigt er immer nur die erste 1 und dann nichts mehr.
Oder ist das dann nur in der Vorschau so?

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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#2 Beitrag von Meikel » Sa Jun 01, 2024 05:23

Moinsen Arthur :]
Das ist ja mal eine ausgedehnte Beschreibung, Respekt :gr:

Ich glaube nicht, daß der Vorbesitzer eine vernünftige Vergaser Überholung durchgeführt hat.
Er hat sich wahrscheinlich nur bemüht :pfeif:

Zu 1
Die Synchronisation hat keinen Einfluss auf die Gemischzusammensetzung und deswegen wird der Motor nicht zu heiß.
Wer erzählt eigentlich so etwas :pfeif:

Zu 2
Der Gasschieber werden über den Unterdruck geöffnet und steuern über die Düsennadeln die Gemischzusammensetzung,
wenn die Schieber zu bleiben kommt auch nicht mehr Benzin in die Zylinder.

Zu 3
Ist möglich, du kannst froh sein das dir nicht die ganze Mopeten unter dem Hintern abgefackelt ist [smilie=action-smiley-015.gif]

Zu 4
Tja, ohne Bild ist das doof. Es gibt eine Anleitung zum einstellen von Bildern hier im Forum.
Die ist in "Vorschläge und Probleme" oben angepinnt.

Zu 5
Ja, dass ist möglich. Eins von den dünnen Kabeln am Anlasserrelais abziehen und den Startknopf betätigen.
Die Kraftstoffpumpe fördert nur wenn
A. Der Motor läuft oder
B. Der Anlasser betätigt wird.

Zu 6
Moment.... Ich muß mal meine hölzerne Kristallkugel befragen oder ein paar Knochen auf den Boden werfen :muhaha:
Also bitte eine Kompressionsprüfung durchführen.
Eine Druckverlustprüfung wäre aufschlussreicher :pfeif:

Zu 7
Mit einer Druckverlustprüfung wäre der Zustand der Ventilsitze festzustellen :pfeif:

Zu 8
Original 1,75 Banditvergaser 2,5

Zu 9
Was willst machen [smilie=action-smiley-039.gif]
Wenn dann nur neue, bzw gute gebrauchte. Banditvergaser habe zwar liegen, sind aber noch überarbeitet.
Hab 3 Banditvergaser liegen, bin aber bis dato nicht dazu gekommen die aufzuarbeiten.

P.S.: Im Wiki sind zu deinen Themen ausführliche Informationen und Anleitungen vorhanden.
MEIKEL

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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#3 Beitrag von VOODOO » Sa Jun 01, 2024 10:37

So, wie das klingt, lohnt es nicht, in den Vergaser noch Energie und Geld zu stecken.
Bernd
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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#4 Beitrag von Meikel » Sa Jun 01, 2024 11:28

Moin :]
Das sehe ich ähnlich :pfeif:
Mal schauen was Arthur bereit ist zu investieren
Einen guten Luftfilterkasten mit Verbindungsgummis hätte ich auch noch da.
Das komplette Carepaket würde 400,- € kosten.
Mit allen Zip und Zap :gr:

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das auch hin ist.
Hoffentlich hat der Luftfiltereinsatz diese Attacken überlebt :wink:
Sonst hat Arthur ein Problem :wink:
Es gibt keine Luftfiltereinsätze mehr neu :wink:
Weder original noch K&N :!:
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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#5 Beitrag von ArthurW. » Sa Jun 01, 2024 18:04

Kosten sind "relativ" und müssen sich natürlich in Waage halten.
Werde erst mal nächste Woche die Kompression messen und dann weitersehen.
  • 1. Ventile in Ordnung? Wenn nicht, neue rein 🤷🏽‍♂️ bzw. überarbeiten.
  • 2. Bandit-Vergaser von Meikel rein.
  • 3. Da es für den Luftfilter nichts mehr gibt (kommt mir nur zugute...), muss der Prüfer mir ja die Pilze abnehmen 😅

Vergaser habe ich runter:
Gasschieber inkl. Führung sind hinüber (war ja abzusehen).
Es gab also ein schönes Backfire...
Wie dieses entstanden ist, wäre halt noch die Frage?


Klar ist, dass zu viel Sprit im Spiel war. Ursache?
Unten in der Schwimmerkammer sitzen ja das Schwimmernadelventil und die Schwimmernadel...
Ist das Schwimmernadelventil das größere Messingteil mit dem O-Ring, das im Vergaser hineingedrückt wird?
  • 4. Muss dieses fest im Vergaser sitzen bzw. so, dass es nicht von alleine rausfällt?
Ich denke fest, es soll ja mit Hilfe des O-Rings abdichten.
Die jetzt fallen so raus und haben sogar Spiel da drinnen.


Dann hätte ich noch eine Frage zur Zündverteilung:
Welcher ist genau Zylinder 3 und welcher Zylinder 4?
Klar ist, dass die Zündspule in Fahrtrichtung auf der linken Seite für Zylinder 1 & 4 zuständig ist.
Und die Zündspule in Fahrtrichtung auf der rechten Seite für Zylinder 2 & 3.
Sind die Zylinder von links nach rechts 1, 2, 3, 4 oder 1, 2, 4, 3?
Irgendwo bin ich über die Zündreihenfolge 1, 2, 4, 3 gestolpert.
  • 5. Muss ich jetzt die Zündspule links auf 1 & 3 oder auf 1 & 4 am Motor von links in Fahrtrichtung gesehen anschließen?

BILDER
Meikel hat geschrieben: Sa Jun 01, 2024 05:23 Moinsen Arthur :]

Zu 4
Tja, ohne Bild ist das doof. Es gibt eine Anleitung zum einstellen von Bildern hier im Forum.
Die ist in "Vorschläge und Probleme" oben angepinnt.
Hatte ich versucht, entweder sagt er kein Speicherplatz oder meckert das externe Links nicht erlaubt sind, selbst als http ohne s.


Ps.
Ich habe von Vergasern keine Ahnung "mehr"
Den letzten den ich in der Hand hatte war aus einem Golf 2 um 1999 rum 😅

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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#6 Beitrag von Meikel » Sa Jun 01, 2024 21:05

Moin Arthur
Eine Revision des Motors ist finanziell nicht realistisch.
Das ist dann locker vierstellig :wink:
Bei relativ vernünftigen Besitzer lebt so ein Motor locker über 150.000 km.
Mein erster Motor hat fast 250 tkm gemacht.
Der aktuelle hat jetzt gute 200.000 runter.

Einzelluftfilter werden nicht eingetragen, dafür ist die Mopete nicht alt genug.
Die Gleichdruckvergaser laufen damit auch nicht vernünftig.

Wenn da die O-Ringe nicht in Ordnung sind ist es kein Wunder das dir die Karre abfackelt.
Das muß ja nach deutlich nach Sprit gestunken haben.
Damit wäre ich nicht mehr gefahren.

Die Zylinder fangen immer gegenüber der Kraftabgabe an.
Also in Fahrtrichtung gesehen von links nach rechts 1,2,3,4
Die Zündreihenfolge ist 1,3,4,2
Die Zündspulen lassen auch immer beide Kerzen funken
Jetzt weißt du auch wo das "Backfire" hergekommen ist.

Zu den Bildern - > Ich nutze ImgBB.
Da wird gleich ein passender Link erstellt,
den brauch ich dann nur noch einfügen .
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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#7 Beitrag von Meikel » So Jun 02, 2024 09:15

Moin :]
Die Funktion "Code" nutze ich überhaupt nicht.
Ich weiß auch nicht wofür die da sein soll.

Ich setzte mich gerne und intensiv mit den Vergasern bei der Guste auseinander.
DIE haben ein enormes Potential für die Abstimmung und den Fahrspaß mit der Guste.

Die Idee mit den offenen Luftfiltern ist schon öfter diskutiert worden.
Bis dato habe ich keine G damit gesehen und auch nicht gefahren.
Es es bei der derzeitigen rechtlichen Regelung nicht möglich das zu legalisieren !

Bei meiner Roten ist ein Banditvergaser montiert und von mir abgestimmt worden.

Die Blaue hat original Vergaser mit dem Mobec Umbau
und Feintuning ala Meikel :muhaha:
Beide Mopeten laufen bestens und gehen wie am Gummi abgeschossen :gr:
Und die haben beide den original Luftfilterkasten.

Durch den immensen Kraftstoffüberschuss solltest du auf jeden Fall einen Ölwechsel durchführen.
Ich bin mir sicher das auch Benzin ins Motorenöl gelangt ist.
Und das ist nicht gut....
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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#8 Beitrag von dickerpott » So Jun 02, 2024 13:57

Meikel hat geschrieben: So Jun 02, 2024 09:15 Die Idee mit den offenen Luftfiltern ist schon öfter diskutiert worden.
Bis dato habe ich keine G damit gesehen und auch nicht gefahren.
Es es bei der derzeitigen rechtlichen Regelung nicht möglich das zu legalisieren !
Ist aufgrund des Baujahrs 1979 und der Möglichkeiten der Abnahme her vielleicht OT.... aber bei meiner GS1000 hat mein Schrauber sich zuerst mit K&N Einzelfiltern abgemüht und ist dann doch bei offenen Trichtern gelandet, mit denen der Motor besser abzustimmen war.
Für die Mopete haben wir auch noch ein Lärmgutachten erstellen lassen. Erstaunlich, dass die K&N Einzelfilter 3 db lauter waren als die offenen Trichter.

Gerade in der heutigen Zeit, wo die Rennleitung sich fast nur noch mit Lärmmessung und Kennzeichenwinkeln :wink: :wink: beschäftigt, wäre IMHO der offene Lufi keine so gute Idee (unabhängig von der Abstimmungsproblematik).
Denn wenn zu laut, wird kurzerhand ein Voodoo-Zauber ausgesprochen... :evil:



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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#9 Beitrag von Meikel » So Jun 02, 2024 14:28

@ Olli:
Bei uns hier im Norden wendet die Ordnungsmacht eher den Spruch eins, zwei drei und weg an :shocked:
Das heißt dann Sicherstellung von Beweismaterial :pfeif:
Die legen dir dann das Werkzeug hin und dann heißt es "abbauen" :pfeif:
Hab ich jetzt schon zwei mal miterleben dürfen.
Die Harley Kollegen durften dann ihre leeren Endschalldämpfer selbst abbauen [smilie=action-smiley-015.gif]
Gab lustige und laute Diskussionen [smilie=action-smiley-039.gif]
Ich konnte immer schön weiterfahren :gr:
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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#10 Beitrag von Lederclaus » So Jun 02, 2024 14:50

Mit den kaputten Vergasern fängst Du wohl nicht mehr viel an (also wirtschaftlich gesehen).
Den Luftfilterkasten würde ich reparieren, solange er noch in der Form geblieben ist. Sollte er verformt sein, gehört er ersetzt. Es gibt sowas noch bei Ebay und so, ziemlich sicher sollte Meikel auch noch ein paar davon haben. Filtereinsatz wird schwierig. Eventuell einen gebrauchten K&N Einsatz kaufen.
Allerdings läßt sich der Kasten nicht einfach so ausbauen. Also nicht, ohne den Motor auszubauen, oder den Kasten mittig längs zu trennen.
Auf jeden Fall braucht dieses Motorrad einen "geschlossenen Luftfilterkasten", was immer man da hinein interprätieren möchte. Eigenbau ginge auch.
Dann im Besten Fall einer, für den es auch noch länger Filtereinsätze gibt, oder wo man flexibel bei der Bestückung ist. Der Luftdurchsatz sollte natürlich auch in etwa stimmen. In dem Fall muß aber die Vergaseranlage neu auf den neuen Filter abgestimmt werden!

Und: Seit ein paar Jahren gilt: Man darf Zubehörluftfilter oder Zubehörauspuffanlagen benutzen, wenn sie ein Prüfzeichen und eine ABE haben. ABER: Nur eins von beiden. Also entweder originaler Auspuff ODER originaler Luftfilter. Ändert man beides, gelten die jeweiligen ABEs nicht mehr, weil jedes Bauteil nur an ein ansonsten "unverändertes Originalfahrzeug" montiert werden darf.
Die Änderung beider Teile zieht eine Lärm- und Abgas- Emissionsprüfung nach sich, die zw. 800 und 1000 Euro kosten, OHNE Gewähr, daß es klappt. Bezahlt wird auf jeden Fall. Ohne die Prüfung ist die Betriebserlaubnis erloschen.

Eine Vergaserbatterie der Bandit 1200 ist der beste Weg, sofern das Ding von jemandem aufbereitet und umgebaut wurde, der sowas kann. Meikel und ich können das zielsicher und gut, ich mache aber im Moment nichts mehr, weil ich keine Werkstatt mehr habe. Der Umbau ist unauffällig und nur von Leuten zu erkennen, die ihre Hausaufgaben wirklich gemacht haben. Legal ist es halt ohne Eintragung nicht. Und die ist teuer und heutzutage aufwändig. Man muß erstmal einen Prüfer finden, der die Kenntnisse und Erlaubnisse hat, UND das gleichzeitig auch noch machen möchte.

@Dickerpott: Olli, sowas geht nur bei Erstzulassung vor dem 31.12.1989 einigermaßen, und da ist es schon schwer. Bei Baujahren vor 31.12.81 ist es deutlich leichter. Das Stichwort ist nach 89 einfach "geschlossener Luftfilterkasten" (Abgas- und Lärmemissionsgesetzgebung)

Für alles gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Interessant wird die Sache halt, wenn nach einem Unfall ein Gutachter kommt und veränderte Bauteile sieht.

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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#11 Beitrag von dickerpott » So Jun 02, 2024 15:09

Moin Meikel, ohne jetzt die entsprechende landesgesetzliche Norm der polizeirechtlichen Beschlagnahme/Sicherstellung genauer zu kennen, kann ich mir nicht vorstellen, dass hier eine Mitwirkung des Betroffenen erzwungen werden darf.
Das könnte dann aber auch heißen, dass zur Gefahrenabwehr nun das komplette Fahrzeug sichergestellt werden kann - wobei hier zu beachten wäre, dass im jeweiligen Einzelfall das mildeste Mittel zu prüfen und anzuwenden ist.
Daran hängt dann aber wieder ein Rattenschwanz von Fragen wie (zumutbare) Kosten, Haftung (bei Beschädigung oder ggf. auch Verlust) etc., weshalb zumindest hier in der Gegend (NRW, HE, RP) die Rennleitung aus leidvoller Erfahrung und div. Klagen vor Gerichten keinen solchen Aufriss mehr machen möchte, sondern die Karre an Ort und Stelle amtlich stillgelegt wird und vom Eigentümer auf eigene Kosten (wie, das bleibt seine Entscheidung) abtransportiert werden muss.
Der Eigentümer hat das Fahrzeug dann in STVO-konformen Zustand vorzuführen, um die Stillegung aufzuheben.

Die Beweiserhebung durch Fotos und Zeugen für die OWi- oder sogar Strafanzeige bleibt ja davon unbelastet.

Lederclaus hat geschrieben: So Jun 02, 2024 14:50 @Dickerpott: Olli, sowas geht nur bei Erstzulassung vor dem 31.12.1989 einigermaßen, und da ist es schon schwer. Bei Baujahren vor 31.12.81 ist es deutlich leichter. Das Stichwort ist nach 89 einfach "geschlossener Luftfilterkasten" (Abgas- und Lärmemissionsgesetzgebung)
Besser, man fährt alte Moppeds von <12/1981 :] deutlich weniger Stress bei :tuev: und Rennleitung
Lederclaus hat geschrieben: So Jun 02, 2024 14:50Für alles gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Interessant wird die Sache halt, wenn nach einem Unfall ein Gutachter kommt und veränderte Bauteile sieht.
Gut, das ist versicherungstechnisch aber auch nur problematisch, wenn das Bauteil ursächlich für den Unfall wäre (wenn du mit 80 km/h auf 'ner Ölspur ausrutschst und dein Bein von einem Leitplankenpfosten abgetrennt wird, kann weder der Bandit-Vergaser noch der K&N Lufi was dafür) :wink: :wink:
Und ja, ich weiß auch... die Versicherungen versuchen oft alles, um nicht zahlen zu müssen :roll:


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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#12 Beitrag von Lederclaus » So Jun 02, 2024 23:11

dickerpott hat geschrieben: So Jun 02, 2024 15:09 Moin Meikel, ohne jetzt die entsprechende landesgesetzliche Norm der polizeirechtlichen Beschlagnahme/Sicherstellung genauer zu kennen, kann ich mir nicht vorstellen, dass hier eine Mitwirkung des Betroffenen erzwungen werden darf.
Das könnte dann aber auch heißen, dass zur Gefahrenabwehr nun das komplette Fahrzeug sichergestellt werden kann - wobei hier zu beachten wäre, dass im jeweiligen Einzelfall das mildeste Mittel zu prüfen und anzuwenden ist.
Die haben hier in HH eine "Sonderkommission Poser", die auf laute Autos geschult sind, und die Chefraser des Migrantentums abfangen, wenn gehäuft V8 Biturbo AMGs mit veränderten Auspuffanlagen und falschen Rädern zu schnell unterwegs sind. Jetzt ist solches Posertum gehäuft an Samstagabenden zu beobachten. Der gemeine Motorradfahrer ist aber auch zu anderen Zeiten unterwegs, was die gelangweilte Sondertruppe auf den Plan ruft.
Inzwischen haben von denen auch eine Handvoll ihre Hausaufgaben gemacht und mögen das Gelernte im Alltag anwenden. Das führt dazu, daß man hier weder laut noch schnell fahren braucht. Ansonsten gibt es zwei Möglichkeiten: Man kooperiert und fährt mit einer Mängelanzeige nach Hause. Oder man kooperiert nicht, dann wird die Karre komplett abgeschleppt und auf das Verwahrungsgelände gebracht. Dort gibt es zwei Sachverständige, die den Stuhl so weit zerlegen, bis sie ein unoriginales Bauteil gefunden haben. Danach zahlt man und holt die Karre als Teller bunter Knete wieder ab. Also als Schüttgut.
Die Zwischenmöglichkeit ist, das beanstandete Teil selber abzubauen und mit einem geeigneten Bauteil wieder zu kommen. Damit vermeidet man die kostspielige Zerlegung auf dem Verwahrungsgelände. TÜV- Vorführung ist anschließend sowieso dran.

Ich hatte mehrere Kunden vom MC Schnittlauch, die selber sehr laute Motorräder fuhren. Da hab ich mich geweigert, Probefahrten zu unternehmen. "Eure Punkte könnt ihr euch selber holen, eventuell geht bei euch ja mit dem Dienstausweis noch was", hab ich denen gesagt. " Dann fahr halt vor 11 Uhr , da sind die Kollegen noch nicht im Dienst" war die Antwort. Soviel dazu.

dickerpott hat geschrieben: So Jun 02, 2024 15:09
Und ja, ich weiß auch... die Versicherungen versuchen oft alles, um nicht zahlen zu müssen :roll:
Das ist der springende Punkt.

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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#13 Beitrag von Meikel » Mo Jun 03, 2024 00:01

Na ja, ich hab das nun zwei mal als zufälliger Nebenmann miterleben dürfen.
Einmal in MäcPom und einmal im Lüneburger Raum.
Da ging es auch nur um den Lärm und die waren einfach viel zu laut.
Für mich war das nur aus der Ferne schon zu erkennen,
dass da gähnende leere im Endschalldämpfer herrschte.

Den Jungs wurde ja kein Zwang auferlegt.
Die hatten eben die Wahl.
Selbst den Endschalldämpfern abbauen oder eben die komplette Sicherstellung der Mopete.
Ein Weiterfahren mit Mängelkarte stand da gar nicht mehr zur Debatte. :wink:
Und das war auch gut so. Weil das ging schon als Körperverletzung durch.
Das könnte man somit noch als humanitäre Aktion der Ordnungshüter auslegen.
Da wurden auch schon mal telefonisch die original Dämpfer herbeigerufen :wink:

Mit der Posertruppe willst auch du lieber keine Probleme haben.
Die sind eben auch mehr hinter den Osmanischen AMG's her.
Und die stellen die Karre auch gleich sicher,
wenn die nicht mehr Verkehrssicher sind.

Zum Thema Versicherungen:
Die mauern mittlerweile auch ganz gerne.
Aussitzen und ignorieren sind da die neuen Methoden.
So frei nach dem Motto, dann verklag uns doch.
Und die wissen ganz genau, wer einen Rechtsschutz hat und dann eben den kürzeren zieht.
Bei 10 Anspruchstellern klappt das dann eben bei 5 eben nicht und 5 sind im Sack.....
MEIKEL

FAHR´N ????
Doping für die G ?
--> K&N, BSR 36, GSXR 4 in 2 ! ! !

Meine Dopingliste: Berta, Gina, Molly, Gertrud, Harry, Blacky, Bolle....

Ich MUSS keine alten Mopeten fahren und reparieren !
ICH WILL ES , KANN ES UND HABE SPAß DABEI ! ! !


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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#14 Beitrag von ArthurW. » Di Jun 04, 2024 22:46

So...
Einen wunderschönen guten Abend die Damen und Herren :wave:

Kompressionsdruck
Zylinder 1 = 11,5 Bar
Zylinder 2 = 11,0 Bar
Zylinder 3 = 11,5 Bar
Zylinder 4 = 11,5 Bar
Ein 4-Takt-Benzinmotor mit einem Hubraum von 1127 ccm und einem Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 sollte theoretisch einen Kompressionsdruck von etwa 10,5 Bar haben.
In der Praxis kann der tatsächliche Druck jedoch leicht variieren, und Werte zwischen 10 und 12 Bar wären typisch für einen gut gewarteten Motor.
Soweit schon mal gut...



Das Problem des zu vielen Sprit wurde ja auch gefunden. (Schwimmernadelventil undicht)
ArthurW. hat geschrieben: Sa Jun 01, 2024 18:04Klar ist, dass zu viel Sprit im Spiel war...


Habe mich jetzt für zwei Sachen entschieden:
  1. Hab eine zweite fast komplette Guste gekauft als Ersatzteilkiste für 150 €.
    Könnte noch an eine weitere kommen für ca. 500 € in der Nähe, müsste man sich mal anschauen, ob die es wert wäre.
  2. Wenn Meikel wieder einen Vergaser von der Bandit fertig hat, dann nehme ich einen.

Meikel hat geschrieben: Sa Jun 01, 2024 11:28 Einen guten Luftfilterkasten mit Verbindungsgummis hätte ich auch noch da.
Das komplette Carepaket würde 400,- € kosten.
Den Luftfilterkasten bräuchte ich nicht mehr, hab jetzt einen. Danke für das Angebot.



Hätte aber noch zwei Fragen an die Experten...
  1. Bin bei Bike-Teile.de über diesen Vergaser gefallen. Würde der passen?
  2. Der Vergaser von der Bandit GV75A ist doch der gleiche!?
    Hab ein paar Gasschieber hier beim örtlichen Schrotthandel gefunden, die haben aber unten zwei große Löcher als bei der Guste.
    Bild


Hier nochmal das Bild der Feder zum ersten Beitrag, was ist das für eine Feder?
Bild


Und dann noch zum Schluss die Bilder von den abgerauchten Gasschiebern.
Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

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Re: Vergaser hat gebrannt!?

#15 Beitrag von Gardan » Di Jun 04, 2024 23:19

Also, wenn Du es schaffst, einen Vergaser, der irgendwie passend aussieht, in die Guste einzubauen--Respekt. Und wenn dann die Fuhre auch noch läuft--ein Wunder.
Alle anderen, die das Thema Original Vergaser durch haben, fahren mit einem Bandit. Und fast immer gut.
Nur so als Tip....

Volker

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